Bremer Woll-Kämmerei

Die klickbaren Karten wie auch die Bilder weiter unten zeigen Daten und Fakten zu dem Ort Bremer Woll-Kämmerei. Die Bremer Woll-Kämmerei AG (BWK) war ein weltweit tätiges Unternehmen in der Wolltextilindustrie mit Betriebssitz in Bremen Blumenthal. Sie war weltweit lange Zeit das größte Unternehmen ihrer Art. Sie hatte Niederlassungen bei Istanbul (Türkei), in Australien und Neuseeland. Die Unternehmenstätigkeit umfasste sowohl die Verarbeitung von Rohstoffen wie Schafwolle und Chemiefasern als auch den Handel mit Halbfertigwaren.

Geschichte

Gründung

Das Unternehmen wurde 1883 als Aktiengesellschaft gegründet. Gründer und Kapitalgeber waren die Konsuln George Albrecht, Weinlich und Delius sowie die Kaufleute H. Claussen, J. Fritze, J. Hachez und C. Kulenkampff. Von diesen Gründern wurde Ferdinand Ullrich zum kaufmännischen und Paul Zschörner zum technischen Direktor bestimmt. Auf Vorschlag Zschörners fiel die Wahl des Standortes für das Werk auf ein 500.000 Quadratmeter großes Areal zwischen der Aue und der Weser in der seinerzeit zur preußischen Provinz Hannover und seit 1939 zu Bremen gehörenden Kreisstadt Blumenthal. Der Standort hat sich dank seiner Größe, günstiger Verkehrsanbindungen und ausreichender, guter Wasserressourcen (eigene Tiefbrunnen) bis Ende 2008 als tragfähig erwiesen. Am 11. September 1884 begann die Produktion mit 150 Arbeitern. Schon 1896 wurden 2000 Arbeiter beschäftigt, darunter viele aus Polen, Schlesien, Ost- und Westpreußen, Sachsen und dem Rheinland. 1897 wurde mit der Farge-Vegesacker Eisenbahn der Anschluss an das Bahnnetz vorgenommen. Bis 1930 stieg die Arbeitnehmerzahl auf 3700, weshalb die BWK auch Wohnanlagen baute. Dabei wurde sie vom damaligen Landrat Paul Berthold unterstützt.

Als erster Industriebetrieb in dem ländlichen Ort änderte die BWK die Struktur Blumenthals umfassend. Neben Bevölkerungsanstieg, Wohnungsbau und Bahnanschluss sind auch der Bau von Schulen, Kirchen und des Kreiskrankenhauses sowie die Straßenbeleuchtung und die allgemeine Stromversorgung bis 1904 auf den Einfluss bzw. Förderung der BWK zurückzuführen.

Zweiter Weltkrieg

Im Zweiten Weltkrieg beschäftigte das Unternehmen eine hohe Zahl von Zwangsarbeitern, 1944 waren es 1198 Personen. Die Häuser, in denen diese untergebracht waren, existieren noch heute, auf der nahegelegenen Bahrsplate bestand ein inzwischen abgerissenes Wohnlager. Im Juni 2000 besuchten ehemalige Zwangsarbeiter die BWK.

Entwicklung nach dem Zweiten Weltkrieg

Landkarten und Bilder

Die folgenden Landkarten und Bilder können einzeln mit der Maus ausgewählt werden.
 

Weitere Information zu Bremer Woll-Kämmerei

Prognose für das Wetter (Deutschland)

Trend: Aussicht auf bei einer Temperatur von ungefähr °C mit einer erwarteten Windgeschwindigkeit von km/h. Sie wollen noch mehr erfahren? Auf den Seiten von Wikipedia existieren weitere Information zu Bremer Woll-Kämmerei.

Orte in der Nähe

Amtsgericht Bremen-Blumenthal (0.31 km)

Das Amtsgericht Bremen-Blumenthal ist ein Gericht der ordentlichen Gerichtsbarkeit und eines von drei Amtsgerichten im Bezirk des Landgerichtes Bremen und damit der Freien Hansestadt Bremen. Gerichtssitz und -bezirk Sitz des Gerichts ist Bremen-Blumenthal. Es ist innerhalb des Landes Bremen zuständig für die den Stadtbezirk Bremen-Nord bildenden Stadtteile Blumenthal, Burglesum und Vegesack. Für das übrige Gebiet der Stadt Bremen ist das Amtsgericht Bremen zuständig.

St. Marien (Bremen-Blumenthal) (0.33 km)

St. Marien ist eine katholische Kirche in Bremen. Sie ist nach der heiligen Maria (Mutter Jesu) benannt und befindet sich an der Fresenbergstraße im Stadtteil Blumenthal. Die St.-Marien-Kirche ist die älteste Kirche im Dekanat Bremen-Nord, ihre gleichnamige Pfarrgemeinde gehört zum Bistum Hildesheim. Geschichte 1854 begann der Priester Wilhelm Nürnberg mit dem Aufbau einer katholischen Gemeinde in der damals noch selbstständigen Stadt Blumenthal, da sich im 19.

Evangelisch-reformierte Kirche (Bremen-Blumenthal) (0.39 km)

Die Evangelisch-reformierte Kirche in Bremen-Blumenthal ist die Kirche der Evangelisch-reformierten Gemeinde, die zur Bremischen Evangelischen Kirche gehört. Sie ist ein Einzeldenkmal der Denkmalliste des Landes Bremen. Geschichte Die 1879 errichtete Kirche ist die älteste evangelische Kirche im Stadtteil Blumenthal. Teile ihrer Ausstattung führen bis in das 16. Jahrhundert zurück. Die erste kleine Pfarrkirche mit Glockenstuhl wurde wahrscheinlich nach der Reformation errichtet und mit einem lutherischen Prediger besetzt.

Wätjens Schloss (0.59 km)

Wätjens Schloss ist die Bezeichnung für einen im Norden der Stadt Bremen im Stadtteil Blumenthal gelegenen Landsitz, der ursprünglich der Bremer Kaufmannsfamilie Wätjen gehörte. Geschichte und Gegenwart Der Bremer Kaufmann und Reeder Diedrich Heinrich Wätjen hatte 1830 am Geestrücken zwischen Vegesack und Blumenthal Grundstücke für einen Sommersitz erworben und ein Landhaus errichten lassen. Den das Gebäude umgebenden Park ließ er ab 1830 im Stil eines weiträumigen englischen Landschaftsgartens nach Plänen des Landschaftsgärtners Isaak Altmann anlegen.

Artikel mit Bezug zu Bremer Woll-Kämmerei

KZ Bahrsplate

Das KZ Bahrsplate war ein Außenlager des Konzentrationslagers Neuengamme. Es befand sich auf der ehemaligen Flussinsel Bahrsplate in Bremen-Blumenthal. Geschichte Ab 1940 wurden auf der Bahrsplate Zwangsarbeits-Lager für Ostarbeiter eingerichtet. Ab April 1943 wurde ein weiterer Teil als Lager für Kriegsgefangene genutzt. Zwischen diesen Lagerbereichen befand sich außerdem ein Marinegemeinschaftslager für die Wachmannschaften. Ende August 1944 wurde ein Außenlager des Konzentrationslagers Neuengamme auf einem Teil des Geländes eingerichtet.
Möchten Sie mehr erfahren? Möglicherweise gibt es auf der Suchseite noch weitergehende Artikel in der Datenbank über Bremer Woll-Kämmerei.

Quellen

Die Informationen stammen aus dem Datenbestand von Wikipedia. Die Informationen zum Wetter werden bereit gestellt von OpenWeatherMap. Die Entfernungsangaben wurden auf Basis der Koordinatenangaben der Geodaten berechnet. Das Kartenmaterial stammt von Google, Bing sowie OSM (Open Street Map).

Weitere Möglichkeiten