Het Nieuwe Huis

Die Landkarten und Bilder auf dieser Seite zeigen Informationen über den Ort Het Nieuwe Huis. Het Nieuwe Huis (deutsch Das Neue Haus) ist ein 1927 bis 1928 errichtetes Wohngebäude am Roelof Hartplein 50 im Amsterdamer Stadtviertel Oud-Zuid. Das expressionistische Bauwerk gilt als bedeutendste Arbeit des niederländischen Architekten Barend van den Nieuwen Amstel (1883–1957), der es im Stil der späten, versachlichten Amsterdamer Schule entwarf. Das Haus fällt vor allem durch einen Uhrturm sowie seine block- und zylinderförmigen Erker auf. Zu den Details der überwiegend mit braunen Backsteinen verkleideten Fassade zählen unter anderem mehrere Bleiglasfenster, die leicht auskragende Attika unter dem Flachdach sowie zahlreiche Elemente aus Naturstein.

Bei dem sechs Obergeschosse zählenden Komplex handelt es sich um das erste kollektive Wohnprojekt in den Niederlanden, bei dem man das Konzept des Einküchenhauses umsetzte. Seit 2004 steht Het Nieuwe Huis als Rijksmonument unter Denkmalschutz.

Geschichte

Schon 1912 regte die Organisation Amsterdamsche Coöperatieve Keuken (ACK) bei der Wohnungsbaugenossenschaft Samenleving den Bau eines Einküchenhauses für Alleinstehende und kleine Familien an. 1917 wurde der von dem Architekten und Stadtplaner Hendrik Petrus Berlage entworfene Stadterweiterungsplan Plan Zuid genehmigt. Die von Gemeinde- und Staatsbeamten gegründete Genossenschaft Samenleving übernahm bei der Errichtung des neuen Stadtteils die Bebauung von sieben Häuserblöcken am Roelof Hartplein. Auf einem U-förmigen Grundriss sollte dort das in Zusammenarbeit mit der ACK projektierte Het Nieuwe Huis entstehen.

Nachdem die von M. J. E. Lippits und Jop van Epen angefertigten Entwürfe nicht den Vorstellungen der Initiatoren entsprachen, beauftragte man den Architekten Barend van den Nieuwen Amstel mit der Planung des repräsentativen Gebäudes. Im Gegensatz zu den vorher bestehenden Arbeiter- oder Frauenheimen (niederländisch tehuizen), wie etwa dem ebenfalls am Roelof Hartplein gelegenen Huize Lydia, stellte Het Nieuwe Huis durch seinen gemischten Charakter in Amsterdam ein absolutes Novum dar, was dem Haus auch die spöttische Bezeichnung De Laatste Kans (deutsch Die letzte Chance) einbrachte.

Neben den ursprünglich 169 Appartements und dem Restaurant verfügte das Gebäude über eine Bibliothek mit Lesesaal, ein Postamt, vier Ladengeschäfte im Erdgeschoss, Dachterrassen, Haustelefon, Speiseaufzüge sowie eine Fahrradstation im Keller. Den Bewohnern standen umfangreiche Dienstleistungsangebote, darunter das Erledigen von Hausarbeiten und das Besorgen von Einkäufen, zur Verfügung. In den Anfangsjahren war dafür ein Stab von 35 Mitarbeitern mit eigener Direktion im Haus beschäftigt.

Landkarten und Fotos

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Weitere Information zu Het Nieuwe Huis

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Orte in der Nähe

Huize Lydia (0.07 km)

Huize Lydia (deutsch Haus Lydia) ist ein Gebäude am Roelof Hartplein 2b im Amsterdamer Stadtbezirk Zuid, das 1924 bis 1927 als Römisch-katholisches Heim für Frauen und Mädchen errichtet wurde. Das mit braunen Backsteinen verkleidete Bauwerk gilt als bedeutendste Arbeit des niederländischen Architekten Jan Boterenbrood (1886–1932), der es im Stil der expressionistischen Amsterdamer Schule entwarf. Die Betonkonstruktion stammte von dem Ingenieur K. Bakker. Seit 1996 steht das Haus, wie das benachbarte Wohnhaus Bronckhorststraat 11–37, als Rijksmonument unter Denkmalschutz.

Amsterdam Oud-Zuid (0.18 km)

Oud-Zuid (deutsch: Alt-Süd) ist ein Stadtviertel in der Gemeinde Amsterdam im Stadtbezirk Amsterdam Zuid, der 1998 aus den Stadtteilen Zuid und de Pijp entstanden ist. Bei dieser Fusion gingen die Prinses Irenebuurt mit der Rivierenbuurt und Buitenveldert in dem neuen Stadtteil Zuideramstel auf. Am 1. Januar 2005 zählte der Stadtteil 83.696 Einwohner. Hier liegen unter anderem Amsterdams bekanntester Park, der Vondelpark, das Olympiastadion und das Museumsquartier.

Bronckhorststraat 11–37 (0.19 km)

Das Wohnhaus Bronckhorststraat 11–37, Bartholomeus Ruloffsstraat 15–19, Joh.M. Coenenstraat 8–26 im Amsterdamer Stadtviertel Oud-Zuid wurde 1922 bis 1924 nach Entwürfen des niederländischen Architekten Jan Frederik Staal (1879–1940) erbaut. Das vierstöckige, auf einem U-förmigen Grundriss um einen Innenhof errichtete Gebäude entstand im Zuge der seit 1917 realisierten Stadterweiterung Plan Zuid. Es gilt als vorbildliches Werk der expressionistischen Amsterdamer Schule und steht, wie das benachbarte Huize Lydia, seit 1996 als Rijksmonument unter Denkmalschutz.

Museumplein (0.44 km)

Der Museumplein (dt.: Museumsplatz) ist ein Platz in Amsterdam. Der Platz ist nach den Museen benannt, die sich um den Platz befinden: Stedelijk Museum, Van Gogh Museum, Diamantenmuseum in Amsterdam und Rijksmuseum. Der Platz wurde 1999 von dem Landschaftsarchitekten Sven-Ingvar Andersson neu gestaltet. Unterhalb des Platzes befindet sich eine Tiefgarage und ein Supermarkt. Im Winter wird der Brunnen des Platzes in eine Schlittschuhfläche umgewandelt. Geschichte thumb|200px|Internationale Weltausstellung auf dem Museumplein 1883 1883 fand auf dem Museumplein die Weltausstellung statt.

Concertgebouw (Amsterdam) (0.48 km)

Concertgebouw (für Konzertgebäude) ist der Name eines berühmten Konzerthauses im Amsterdamer Stadtteil Oud-Zuid im Stadtbezirk Amsterdam Zuid. Geschichte Das Concertgebouw wurde am 11. April 1888 eröffnet. Es hat zwei Säle. Der Große Saal hat 1.962 Sitze, der 2004 restaurierte Kleine Saal 437. Der Architekt Adolf Leonard van Gendt ließ sich dabei vom Neuen Gewandhaus in Leipzig inspirieren. In der Innenausstattung sind aber auch Merkmale des Jugendstils zu erkennen, u.a. in den vom belgischen Architekten Victor Horta entworfenen Stühlen.

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Quellen

Die Informationen stammen aus dem Korpus von Wikipedia. Die Informationen zum Wetter werden bereit gestellt von OpenWeatherMap. Die Entfernungsangaben wurden auf Basis der Koordinatenangaben der Datensätze ermittelt. Das Kartenmaterial stammt von Google Maps, Bing sowie OSM (Open Street Map).

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