Saigerhütte Chemnitz

Die mit der Maus auswählbaren Karten und Bilder weiter unten illustrieren Daten und Fakten zu dem Ort Saigerhütte Chemnitz. Die Saigerhütte Chemnitz war ein Ende des 15. Jahrhunderts gegründetes und bis Mitte des 16. Jahrhunderts bestehendes Hüttenwerk der Buntmetallurgie im heutigen Chemnitzer Stadtteil Altchemnitz. In ihm wurde das seinerzeit neue Saigerverfahren zur Silberscheidung aus Kupfer praktiziert.

Vorgeschichte und Vorbemerkungen

Vom sächsischen Landesherrn war im Regalrecht festgelegt, dass alles geschmolzene Silber aus gefördertem Silbererz in die Münze zu liefern war. Über dieses Ankaufsmonopol war der Silberpreis unabhängig vom tatsächlichen Aufwand gesichert. Vom Kupfererz musste in der Regel der Zehnte abgeliefert werden, über das enthaltene Metall jedoch durfte der Grubenbesitzer mengenmäßig und preislich frei verfügen.

Mit Entdeckung des Saigerverfahrens zur Silberscheidung gelang es somit dem Eigentümer der Schmelzhütte, selbst in den Besitz des im Kupfererz enthaltenen Silbers zu kommen, das nicht ablieferungspflichtig war. Denn der dem Landesfürsten zustehende Anteil am Kupfererz war mit dem Zehnten bereits abgegolten. Der Metallhandel erkannte recht schnell die Bedeutung des Verfahrens, was kapitalkräftige Kaufleute dieses Handelszweigs zum Bau großer Saigerhütten veranlasste.

Zu Beginn waren es vordergründig Nürnberger Patrizier, die sich bei der Gründung von Saigerhütten bzw. Saigerhandelsgesellschaften hervorhoben. Nürnberg war seinerzeit eines der bedeutendsten Zentren der Metallverarbeitung Europas. Gleichzeitig konnte der Metallhandel als Eigentümer der Hütten die Rohstoffversorgung sichern.

In Thüringen entstanden zwischen 1461 und 1565 insgesamt zwölf Saigerhütten, die zu Beginn vor allem mansfeldisches Schwarzkupfer versaigerten. Als erste dieser Hütten wurde die Saigerhütte Schleusingen am 20. November des Jahres 1461 konzessioniert.

In Kursachsen entstand 1470/71 mit der Saigerhütte Chemnitz das erste Hüttenwerk dieser Art.

Karten

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Weitere Information zu Saigerhütte Chemnitz

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Geschichte des Hüttenwerks

Privilegierung einer Saigerhüttengesellschaft des Nickel Tyle im Jahre 1471

Ein 1471 ausgestelltes Privileg sagt u. a. aus, dass ein Nickel Tyle gegenüber Ernst und Albrecht von Sachsen bekannt hatte, dass er und seine Saigerhüttengesellschaft eine Saigerhütte bei Chemnitz mit hohem Kosten- und Arbeitsaufwand gebaut und die Fürsten um Freiheit und Verschreibung hierüber gebeten bat. Das Privileg legt fest, dass Tyle und seine Saigerhüttengesellschaft auf ihren Bergwerken gefördertes Kupfer, wenn sie es vorher verzehnt haben, ebenso wie alles erkaufte in- und ausländische Kupfer saigern und das gewonnene Silber und Kupfer frei verkaufen dürfen. Die Unterzeichnung dieses Dokumentes trägt den 5. Februar 1471 als Datum, was vermuten lässt, dass der Bau der Hütte bereits 1470 erfolgt war.

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Artikel mit Bezug zu Saigerhütte Chemnitz

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Quellen

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