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Region: Österreich

Schloss Kassegg

Die mit der Maus auswählbaren Karten wie auch die Luftaufnahmen auf dieser Seite enthalten Informationen über den Ort Schloss Kassegg. Schloss Kassegg ist ein um 1886 erbautes romantisches Jagdschloss in den steirischen Gesäusebergen am Erbsattel (zwischen Großreifling und Sankt Gallen). Baustil und Entstehungsgeschichte zeigen Parallelen zu den Schlössern des Bayernkönigs Ludwig II. Nach unbestätigten Erzählungen soll ein Münchner Architekt, der auch an der Erbauung von Schloss Neuschwanstein beteiligt war, Schloss Kassegg entworfen und für den Industriellen Georg Ritter von Aichinger erbaut haben.

Unzählige Renovierungen und Umbauten haben das ursprüngliche Erscheinungsbild des Schlosses stark verändert. Die für den romantischen Historismus typischen Elemente wurden zum Teil entfernt, wie etwa zuletzt (um 2005) die charakteristischen Kamine. Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs wurde Schloss Kassegg völlig ausgeplündert. Durch eine falsche, auf die Jahrhundertwende verlegte Datierung der Bauzeit entsprechen renovierte Teile, besonders im Inneren, eher dem Jugendstil.

Geschichte

Die Geschichte von Schloss Kassegg ist wenig belegt. Abgesehen von ein paar alten Ansichtskarten, die sich einigermaßen genau datieren lassen, sind bisher kaum aussagekräftige Dokumente über das Schloss aufgetaucht. Diese Dokumentation beruht großteils auf persönlichen Erinnerungen und Recherchen.

Um 1885 kaufte Georg Ritter von Aichinger, Initiator der Kronprinz Rudolf Bahn, den Bauernhof mit dem Hausnamen „Kahsegger“ am Erbsattel. Der Keller und Teile der Steinmauern dieses Bauernhofes wurden beim Bau von Schloss Kassegg in den Südflügel integriert. Für das Jahr 1886 sind umfangreiche Holzschlägerungen in Gstatterboden (im Gesäuse) für den Bau von Schloss Kassegg belegt. Von 1899 bis 1902 führten statische Probleme am Westturm, der einzustürzen drohte, zum großen Umbau von Schloss Kassegg. Der Westflügel wurde dabei verkürzt und ein Teil des Turmes versetzt. Die Schlosskapelle fiel den Umbauarbeiten zum Opfer.

Im Jahr 1911 kaufte vermutlich Baron von Carg Schloss Kassegg. Sieben Jahre später, 1918, erwarb der letzte Außenminister der kaiserlich und königlichen Monarchie, Graf Czernin, Schloss Kassegg und zog sich nach der Sixtus-Affäre dorthin zurück. 1938 wurde Schloss Kassegg von den Nationalsozialisten beschlagnahmt und dem Stabsamt des „Reichsforst- und Jägermeister Hermann Göring“ einverleibt. Für dieses hatte es in den folgenden Jahren bis 1945 mehrere Funktionen, unter anderem zwei Jahre als Kinderheim für Kinder aus Graz. Teilweise stand das Schloss in dieser Zeit leer und wurde ausgeplündert. 1946 erhielten die Erben des Grafen Czernin das leere und beschädigte Schloss zurück, verkauften es jedoch sofort an einen Wiener Grundstücksmakler. Um 1948 kaufte der Bauer Wörnschimmel Schloss Kassegg zusammen mit der Bruckwirt Alm, einer Alm am Fuße der Tieflimauer. Fünf Jahre später, 1953, erwarb Gustav Franz de Paul Hoffmann die Anlage mit rund 4,5 Hektar Grund (inklusive verwildertem Schlosspark) um 70.000 Schilling.

Karten

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Weitere Information zu Schloss Kassegg

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Artikel mit Bezug zu Schloss Kassegg

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Quellen

Die Textinformationen stammen aus dem Korpus von Wikipedia. Die Wetterdaten werden zur Verfügung gestellt von OpenWeatherMap. Die Entfernungsangaben wurden auf Basis der Koordinatenangaben der Datensätze automatisch ermittelt. Das Kartenmaterial stammt von Google, Bing Maps sowie OSM (Open Street Map).

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