St-Roch (Paris)

Die Landkarten sowie die Fotos weiter unten zeigen Daten und Fakten zu dem Ort St-Roch (Paris). Die Pfarrkirche Saint-Roch (Église Saint-Roch) steht in der Rue Saint-Honoré Nr. 284, im 1. Arrondissement im Stadtzentrum von Paris. Sie ist dem heiligen Rochus von Montpellier geweiht. Mit einer Länge von 126 m ist sie eine der größten Kirchen von Paris.

Geschichte

Gründung und Erweiterungen

Im Jahre 1521 gründete der Pariser Kaufmann Jean Dinocheau in dem damals vor den Toren von Paris gelegenen Vorort Saint Honoré eine kleine Kapelle, welche der hl. Susanna gewidmet wurde. Der Neffe des Gründers Etienne Dinocheau gestaltete im Jahre 1577 die Kapelle in eine geräumigere Kirche um, welche, den damaligen Zeitströmungen folgend, Saint Roch als Patron erhielt. Diese Kirche wurde im Jahre 1629 zur Pfarrkirche erhoben und in der Zeit von 1653 bis 1740 weiter ausgebaut.

Die Erweiterungsbauarbeiten begannen im Jahr 1653 nach den Entwürfen von Jacques Lemercier an. Der Grundstein wurde von Ludwig XIV. persönlich gelegt. Später wurden die Arbeiten aus Finanzierungsgründen unterbrochen und in den Jahren 1701-1740 fortgesetzt. Eine der Kapellen wurde in den Jahren 1705-1710 nach den Entwürfen von Jules Hardouin-Mansart errichtet, eine andere von Pierre Bullet. Die Fassade im Stil des Barock aus dem Jahr 1736 entstammt den Plänen von Robert de Cotte.

In der Zeit wurde zur Erinnerung an den Ursprung der Kirche eine Seitenkapelle des erweiterten Baus der hl. Susanna gewidmet. In dieser Kapelle erinnert noch ein altes Fenster mit der Jahreszahl 1710 an die Umgestaltung, und über dem Altar zeigt ein großes Gemälde Sainte Suzanne von ihren Verfolgern bedroht auf dem Steinboden kniend und zum Himmel um Hilfe und Stärkung flehend.

Zeit der Französischen Revolution

Die Kirche Saint Roch lag zur Zeit der Französischen Revolution im Mittelpunkt der umstürzlerischen Wirren. An der Rue Saint Honoré lagen in der damaligen Zeit die Klöster, in denen die revolutionären Klubs der Jakobiner, der Feuillants u.a.m. zusammenkamen. Über diese Straße rollten die Karren, auf denen die unglücklichen Opfer der Revolution von der Conciergerie zur Hinrichtung auf den Place de la Concorde gefahren wurden. Im benachbarten Tuilerien-Palast tagte der Convent, und unmittelbar vor der Kirche Saint Roch zerschlug der damalige General Bonaparte am 13. Vendémiaire des Jahres 4 (5. Oktober 1795) der Revolution den Royalisten-Aufstand gegen den Convent. Heute sind an der Fassade der Kirche noch die Einschläge der Geschosse sichtbar.

Landkarten und Fotos

Die nachfolgenden Karten und Bilder können einzeln ausgewählt werden.
 

Weitere Information zu St-Roch (Paris)

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Orte in der Nähe

Pyramides (Métro Paris) (0.19 km)

Pyramides ist eine unterirdische Station der Pariser Métro. Sie befindet sich im 1. Arrondissement von Paris. Die Station wird von den Métrolinien 7 und 14 bedient. Der Name der Station ist angelehnt an die Schlacht bei den Pyramiden. Die Station wurde am 1. Juli 1916 mit Eröffnung der Linie 7 in Betrieb genommen. Diese verkehrte damals auf dem Abschnitt Opéra–Palais Royal. Die letzte Erweiterung der Station war die Eröffnung des Stationsteil an der Linie 14 am 15. Oktober 1998. Die zentrale Station Châtelet ist etwa einen Kilometer entfernt.

Tuileries (Métro Paris) (0.27 km)

Tuileries ist eine unterirdische Station der Linie 1 der Pariser Métro. Sie befindet sich im 1. Arrondissement unterhalb der Rue de Rivoli. Die Station wurde am 19. Juli 1900 mit Eröffnung der Linie 1 in Betrieb genommen. Diese verkehrte damals auf dem Abschnitt Porte de Vincennes–Porte Maillot. Bis zur zentralen Station Châtelet sind es etwa zwei Kilometer. Seit Ende 2008 verfügt die Station im Zuge der Einführung des fahrerlosen Betriebes auf der Linie über Bahnsteigtüren.

Musée des Arts décoratifs (Paris) (0.27 km)

Das Musée des Arts décoratifs ist ein Kunstgewerbemuseum in Paris. Es erstreckt sich über den nördlichen Flügel des Louvrepalastes bis zum Marsan-Pavillon im äußersten Nordwesten. Nach einem Umbau durch den Architekten Gaston Redon wurde es am 29. Mai 1905 eröffnet. Seine Gründung geht auf die Initiative des Vereins Les Arts Décoratifs zurück, der sich der Förderung der dekorativen Künste Frankreichs verschrieben hat und auch heute noch das Museum betreibt.

Le Tambourin (0.29 km)

Le Tambourin, auch Café du Tambourin oder Maison Segatori, war ein Café in Paris. Das in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts bestehende Lokal entwickelte sich innerhalb weniger Jahre zu einem beliebten Künstlertreffpunkt. Geschichte Das Café Le Tambourin befand sich ursprünglich in der Rue de Richelieu Nr. 27 unweit der Comédie-Française im Palais Royal im 1. Arrondissement von Paris. Gegründet wurde es von der Italienerin Agostina Segatori, die zuvor mehrere Jahre in Paris als Berufsmodell für verschiedene Maler gearbeitet hatte.

Comédie-Française (0.29 km)

Die Comédie-Française (auch Théâtre-Français) ist eines von fünf Theatern in Frankreich, die den Status eines Nationaltheaters (Théâtre national) innehaben. Die Comédie-Francaise unterhält als einziges dieser Nationaltheater ein festes Ensemble (Troupe des Comédiens français). Das Haus der Comédie-Française befindet sich im 1. Pariser Arrondissement, dem Arrondissement du Louvre. Der Name Molières ist eng mit dem Theater verbunden, weshalb es auch oft La Maison de Molière (Molières Haus) genannt wird.

Artikel mit Bezug zu St-Roch (Paris)

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Quellen

Die Informationen stammen aus dem Korpus von Wikipedia. Die Informationen zum Wetter werden zur Verfügung gestellt von OpenWeatherMap. Die Entfernungsangaben wurden auf Basis der Koordinatenangaben der Datensätze automatisch berechnet. Das Kartenmaterial stammt von Google, Bing Maps sowie OSM (Open Street Map).

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