Waldglashütte unter dem Hilsborn

Die Karten sowie die Luftaufnahmen weiter unten enthalten Informationen über den Ort Waldglashütte unter dem Hilsborn. Die Waldglashütte unter dem Hilsborn, auch als Waldglashütte Talsköpfe bezeichnet, war eine frühneuzeitliche Glashütte im Hils, die während des 17. Jahrhunderts Waldglas produzierte. Sie lag am Bach Hilsbornwasser zwischen Grünenplan und Eschershausen. Betriebsdetails sind in einer Beschreibung von Matthäus Merian aus dem Jahre 1654 schriftlich überliefert. Der Glashüttenplatz, an dem sich oberirdisch keine Baulichkeiten erhalten haben, ist ein archäologisches Denkmal. Es wird seit 1996 von der archäologischen Denkmalpflege des Landkreises Holzminden untersucht und freigelegt.

Lage und Name

Die Waldglashütte lag etwa 1,5 km südwestlich vom Ortszentrum des „Glasmacherortes“ Grünenplan am Bach des Hilsbornwassers. Der Bach wird heute als Grünenplaner Wasser bezeichnet und ist weiter oberhalb durch den Hilsbornteich angestaut. Der frühere Glashüttenplatz liegt in einem bewaldeten Tal unmittelbar an der Landesstraße L 484 zwischen Grünenplan und Eschershausen. Die Benennung der Waldglashütte unter dem Hilsborn resultiert aus ihrer Lage am Bach Hilsbornwasser beziehungsweise aus der Nähe zur Quelle (-born) des Baches. Viele andere Glashütten führten Namensendungen mit -born, da sie betriebsbedingt an fließendem Wasser lagen. Die Waldglashütte unter dem Hilsborn wird auch als Waldglashütte Talsköpfe wegen ihrer Lage im Forstort Talsköpfe bezeichnet.

Im näheren Umfeld der Waldglashütte unter dem Hilsborn (1630–1662/68) gab es zwei weitere Waldglashütten. Die 1970 archäologisch untersuchte Hütte auf der Hilsbornwiese (1624–?) lag etwa 800 Meter weiter westlich auf der Waldwiese am Hilsbornteich und die 1989 archäologisch untersuchte Hütte am Glasebach (1650–1668) lag etwa 1 km nördlich auf der Glasebachwiese.

Karten und Fotos

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Allgemeines

Aufgrund des Holzreichtums der bewaldeten Höhenzüge entstanden im Weserbergland seit dem Mittelalter zahlreiche Waldglashütten. Diese Bedingungen waren auch bei der Erhebung des etwa 12 km langen und fünf Kilometer breiten Bergrückens des Hils gegeben. Durch archivalische und archäologische Forschungen sind bisher die früheren Standorte von 18 mittelalterlichen und 15 frühneuzeitlichen Glashütten nachweisbar. Die Entstehung der ersten Waldglashütten im Hils wird Mitte des 12. Jahrhunderts angenommen. Die letzte Waldglashütte stellte dort 1726 ihren Betrieb ein. Danach gab es nur noch ortsfeste Manufakturen, wie die 1744 gegründete fürstliche Spiegelglashütte „Zum Grünen Plan“, aus der sich Grünenplan entwickelte. Im Ort selbst setzte sich die Glasmacherei bis in die Gegenwart fort und wird heute vom Unternehmen Schott betrieben.

Reste von Waldglashütten finden sich heute hauptsächlich in Waldgebieten, wo keine spätere Zerstörung durch Ackerbau stattgefunden hat. Erkennbar sind die früheren Standorte an kleinen hügelartigen Erhebungen, die aus Ofenresten oder Produktionsabfällen bestehen.

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Orte in der Nähe

Grünenplan (gemeindefreies Gebiet) (1.51 km)

Das gemeindefreie Gebiet Grünenplan ist eines von sieben gemeindefreien Gebieten im Landkreis Holzminden, Niedersachsen. Der Name des Gebietes leitet sich vom angrenzenden Ortsteil Grünenplan des Fleckens Delligsen ab. Das Gebiet liegt vollständig im Mittelgebirgszug Hils. Es hat eine Fläche von 22,71 km² und grenzt im Uhrzeigersinn im Osten an den Flecken Delligsen, im Süden an das gemeindefreie Gebiet Wenzen und im Westen an die gemeindefreien Gebiete Eimen und Eschershausen des gleichen Landkreises.

Unter dem Idtberg (2.66 km)

Unter dem Idtberg ist ein Naturschutzgebiet in der niedersächsischen Einheitsgemeinde Delligsen im Landkreis Holzminden. Das Naturschutzgebiet mit dem Kennzeichen NSG HA 139 ist 19 Hektar groß. Es liegt nordwestlich des Delligsener Ortsteils Kaierde an einem süd- bis südwestlich exponierten Hang des Idtbergs im Hils. Das am Waldrand mit einem ausgeprägten Waldsaum liegende Gebiet stellt einen Kalktrockenrasen auf flach anstehenden Kalkverwitterungsgesteinen unter Schutz. Zum Hangfuß schließen sich Grünlandflächen unterschiedlicher Nutzungsintensität an.

Eschershausen (gemeindefreies Gebiet) (2.86 km)

Das gemeindefreie Gebiet Eschershausen ist eines von sieben gemeindefreien Gebieten im Landkreis Holzminden, Niedersachsen. Der Name des Gebietes leitet sich von der angrenzenden Stadt Eschershausen ab. Das Gebiet liegt vollständig im Mittelgebirgszug Hils. Es hat eine Fläche von 4,92 km² und grenzt im Uhrzeigersinn im Osten an das gemeindefreie Gebiet Grünenplan, im Süden an das gemeindefreie Gebiet Eimen und die Stadt Eschershausen und im Westen an die Gemeinde Holzen des gleichen Landkreises. Im Norden besteht ein kurzer Grenzabschnitt zur Gemeinde Duingen im Landkreis Hildesheim.

Amphibienbiotope Hohenbüchen (3.43 km)

Die Amphibienbiotope Hohenbüchen sind ein Naturschutzgebiet in der niedersächsischen Einheitsgemeinde Delligsen im Landkreis Holzminden. Das Naturschutzgebiet mit dem Kennzeichen NSG HA 106 ist 6,4 Hektar groß. Es liegt südlich von Hohenbüchen in einem Tonabbaugebiet und stellt eine ehemalige Tongrube unter Schutz. Diese hat sich zusammen mit einer zu einem Amphibienbiotop umgewandelten ehemaligen Ackerfläche östlich der ehemaligen Tongrube zu einem Sekundärbiotop entwickelt.

Bohlberg (3.49 km)

Der Bohlberg ist eine Erhebung des Hils und ein Naturschutzgebiet in Niedersachsen im gemeindefreien Gebiet Grünenplan im Landkreis Holzminden. Naturschutzgebiet Das Naturschutzgebiet mit dem Kennzeichen NSG HA 198 ist 110 Hektar groß. Es liegt südwestlich des Delligsener Ortsteils Kaierde auf Bohlberg und Hohesteinskopf an der Ostseite des zur Hilsmulde geneigten Hils-Rückens. Das Naturschutzgebiet wird von Hainsimsen-Buchenwald, auf sandigen Standorten kleinflächig auch von Traubeneichen-Buchenwald mit einem hohen Anteil an Alt- und Totholz geprägt.

Artikel mit Bezug zu Waldglashütte unter dem Hilsborn

Möglicherweise gibt es auf der Suchseite von GeoMapedia noch zusätzliche Informationen im Datenbestand über den Ort Waldglashütte unter dem Hilsborn.

Quellen

Die Textinformationen stammen aus dem Korpus von Wikipedia. Die Informationen zum Wetter werden zur Verfügung gestellt von OpenWeatherMap. Die Entfernungsangaben wurden auf Basis der Koordinatenangaben der Datensätze ermittelt. Das Kartenmaterial stammt von Google Maps, Bing Maps sowie OSM (Open Street Map).

Weitere Möglichkeiten